170803_TheBestWayToCreateTheFutureIsToPreviewIt

„Zukunfts-Preview“ – wie man in eine bessere Zukunft startet…

WARUM PROBLEM-ANALYSE NICHT IMMER WEITERHILFT…

„Der beste Weg, die Zukunft zu gestalten, ist, sie vorher anzusehen.“ – Falsch zitiert? Im Original heißt es: „The best way to predict the future is to create it.“, also: „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen ist, sie zu gestalten.“ So sollen es wahlweise Abraham Lincoln oder Managementdenker Peter Drucker gesagt haben. Damit bringen sie eine Haltung der „Proaktivität“ auf den Punkt – eben nicht nur auf das künftige Geschehen zu reagieren, sondern es aktiv zu beeinflussen.

Wie kann eine solche Proaktivität gelingen, wie „macht“ man eigentlich eine bessere Zukunft bzw. findet entsprechende Lösungen dafür? Häufig beginnt man mit einer ausführlichen Ist-Analyse: Was ist der jetzige Zustand? Was sind die Probleme? Welche Gründe und Ursachen gibt es dafür? Gerade wenn es um Situationen geht, an denen man sich schon etwas länger die Zähne ausbeißt, finden sich so oft keine neuen Lösungen mehr. Schlimmer: Man kann sich mehr und mehr im „Problemdenken“ verstricken. Sicher haben Sie das auch schon einmal erlebt – z.B. in einer verfahrenen Führungs- oder Projektsituation oder auch bei einer andauernden Problematik im Privatleben.

Das menschliche Gehirn ist wie ein gewaltiges Netzwerk. Werden beim Denken bestimmte Inhalte aktiviert, dann breitet sich die Aktivierung immer auch auf verwandte Inhalte aus. Wenn ich mich mit Problemen, Schwierigkeiten und deren Ursachen auseinandersetze, aktiviere ich also eher nicht die „Denkräume“, wo ich Lösungen finden werde, sondern vor allem mein Wissen darüber, „wie es nicht geht“.

MIT EINER „ZUKUNFTSVORSCHAU“ ZU NEUEN LÖSUNGEN

In der lösungsorientierten Beratung gibt es schon lange einen Ansatz, der einer völlig anderen Logik folgt – eine Art „Zukunfts-Preview“: Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Problem wäre schon gelöst, das Ziel oder die „bessere Zukunft“ wäre schon erreicht – wie wäre es dann..? Und zwar live und in Farbe – was sehen, hören, fühlen Sie dann…? Mit dieser „Zukunftsvorschau“ werden ganz andere Denkinhalte aktiviert – neue Denkräume öffnen sich.

In meinen Coachings ist diese Frage oft die erste, große „Perspektivenwende“ – plötzlich erscheinen Situationen wieder lösbar und man erkennt, dass man Einfluss nehmen kann. Oft ist es sogar möglich, aus der vorgestellten Zukunft in die Gegenwart zurückzublicken und zu erkennen, welche Schritte und Veränderungen notwendig sind.

Also besser „Zukunftstraum“ als „Problemanalyse“? Nein, so nicht – sondern alles zur richtigen Zeit. Von Walt Disney, der nicht nur ein kreativer Cartoon-Schöpfer, sondern vor allem auch ein sehr erfolgreicher Unternehmer war, wird berichtet, dass er drei sehr unterschiedliche Persönlichkeitsfacetten hatte – den Träumer, den Realisten und den Kritiker. Man habe nie wissen könne, mit welcher „Persönlichkeit“ er zu einer Besprechung kommen würde. Walt Disney war mit seinen Unternehmungen ganz sicher ein „Zukunftsmacher“. Alle drei Anteile sind wichtig zum „Zukunftmachen“ – ganz gleich ob im Management oder für die persönliche Zukunft.

Gerade wenn eine Situation sehr festgefahren scheint, wenn sich keine funktionierenden Lösungen finden lassen, lohnt es sich, zunächst dem „Träumer“ Raum zu geben: Stellen Sie sich also einmal vor, Sie könnten durch die Zeit reisen – zu dem Zeitpunkt, wo schon „die bessere Zukunft ist“. Wie wäre es dann? Was sehen, hören, fühlen Sie..?

„The best way to create the future is to preview it.“ – Ich wünsche Ihnen gute, neue Erfahrungen und viel Erfolg dabei!